Deutsches Institut für Sporternährung e.V., Bad Nauheim
Deutsches Institut für Sporternährung e.V.,Bad Nauheim

Unser Schülerpraktikant aus Hanau berichtet:

Nahrungsergänzungsmittel

 

 

 Wozu brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel?

 

Aufgrund der Tatsache, dass wir nicht immer mit unserem Essen die ausreichende Menge an Nährstoffen aufnehmen können, werden diese supplementiert. Ein Beispiel dafür sind unsere Rehapatienten aus der Sportklinik. Diese haben oft einen zu geringen Eiweißanteil und können so Muskeln nicht effizient wieder aufbauen. Dies dokumentiert auch Bianca Diehl in ihrer Bachelorarbeit zu der "Proteinversorgung im Krafttraining der ambulanten Rehabilitation am Beispiel der Sportklinik Bad Nauheim".

 

 

      Welche Nahrungsergänzungsmittel gibt es?

 

 

Nahrungsergänzungsmittel werden in drei Kategorien unterteilt. Dafür haben wir hier für uns relevante Beispiele aufgelistet:

 

1. Vor dem Training

Creatin:

Creatin ist eine Aminosäurenverbindung, die ein wichtiger Energielieferant ist und zur Wiederherstellung des Adenosintriphosphats (ATP) beiträgt. Es bewirkt, dass man mehr Kraft und Kraftausdauer erlangt. Dabei können Muskelschäden reduziert werden. Es kann auch zusätlich zur schnelleren Regeneration beitragen. Betreute Sportler konnten mit dem Präparat "Kreatin energieplus" ihre Ziele gut erreichen.

Beta-Alanin: 

Beta-Alanin ist die Vorstufe von L-Carnosin, welches vor allem im Muskel- und Nervengewebe vorkommt. Dieses Peptid kann die körperliche Leistungsfähigkeit steigern, indem es der Übersäuerung der Muskeln entgegenwirkt und somit die Übermüdung des Muskels hinausgezögert wird.

2. Während des Trainings

BCAA's:

BCAA's sind verzweigtkettige Aminosäuren. Diese sind Bausteine, aus denen ein Protein zusammengesetzt wird. 

Sie bestehen aus den Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Die drei gehören zu den neun Aminosäuren, die der Körper selbst nicht produzieren kann. Sie müssen demnach über die Nahrung aufgenommen werden. BCAA's tragen zum Aufbau neuer Muskulatur und Verbesserung der mentalen Funktion bei. Auch bei intensivem Ausdauertraining kann ihr Einsatz sinnvoll sein.

3. Nach dem Training

Eiweiß:

Eiweiß auch Proteine genannt, sind eine Aminosäureverbindung, die meist aus etwa 100 bis 300 vereinzelten Aminosäurenketten bestehen. Bei tierischem als auch bei pflanzlichen Proteinen liegen bis zu neun Aminosäuren vor, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Eiweiß trägt zum Muskelaufbau bei.

 

Kombinationen aus tierischem- und pflanzlichem Eiweiß haben eine besonders hohe Eiweißqualität, auch "Biologische Wertigkeit" genannt. Oft bestehen so genannte "mehr Komponenten Eiweiße" aus entsprechenden Kombinationen.

Glutamin:

Glutamin ist eine Aminosäure, die in der Muskulatur vorkommt. Sie sorgt für den Aufbau des Körpergewebes. Es ist eine semi-essentielle Aminosäure, da der Körper sie selbst herstellen kann. Sie wird aber dennoch supplementiert, weil der Körper in bestimmten Situationen mit der Eigenproduktion nicht nach kommt. Dies ist beispielsweise bei Sportverletzungen und extremen Diätphasen der Fall. In diesen Situationen benötigt der Körper vermehrt Glutamin für den Ablauf der Stoffwechselvorgänge. Zudem ist die Eigenproduktion des Körpers nicht schnell genug.

Wir haben gute Erfahrung mit dem Produkt Rekonvit im Bereich der muskuloskeletalen Rehabilitation gemacht

(Muskeln und Bewegungsapparat). Bei diesem Produkt handelt es sich um ein Eiweiß mit viel Glutamin. Es ist somit optimal, um Muskeln wieder aufzubauen.

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